Dosieraerosole

Wir haben das Rezept für das bronchialerweiternde Mittel aus dem Humanbereich in der Apotheke eingelöst. Als Maßnahme für den Notfall und auf kurzfristigen Einsatz beschränkt soll ggf. noch ein Kortisonpräparat zum Inhalieren zum Einsatz kommen. Da sind wir noch auf der Suche nach einem geeigneten und erschwinglichen Präparat zum Sprühen. Kortisontabletten oder Spritzen kommen für Sirrah nicht in Frage, da bei ihr der Verdacht einer Stoffwechselerkrankung besteht. In der Behandlung mit MDI's wird das Präparat "Viani" empfohlen - eine Kombination aus  Kortison und Bronchialdilator. Das ist schweineteuer. Auch wenn man es als Reimport bekommen kann. Die Dame, die mich zu der Behandlung mit MDI's ermutigt hat, verbucht Erfolge mit Ventolin (Wirkstoff Salbutamol) und Lomudal (Chromoglicinsäure) also ganz ohne Kortison.

Wichtiger ist auszuprobieren, ob die Inhalation mit der umgebauten Maske vom Ultraschallvernebler funktioniert. Meine Erstkonstruktion mit Trichter und Spacer, welche ich einfach auf eine Nüster aufgesetzt habe, hat es gleich bei der ersten Abwehrbewegung des Pferdes zerlegt. Schade, denn in meinem Bestreben um Vereinfachung der Sache hätte mir der AeroHippus gut gefallen (AeroHippus: guckst du hier). Doch ehe ich in eine neue Maske investiere soll erst einmal mit Bordmitteln getestet werden. Dazu habe ich ein Stück Schlauch als Verbindung zwischen Dosieraerosol und Maske an unsere alte Inhalationsmaske vom Vernebler drangebastelt und will versuchen, ob diese Konstruktion alltagstauglich ist.

Das habe ich dann kurz entschlossen auch am Samstag morgen getan. Sirrah hatte Schleim in beiden Nüstern und war wie wild am pumpen. 10 Hübe von dem Salbutamol habe ich ihr über die alte Kegelmaske verpaßt. Normal war die Atmung danach nicht aber eine Verbesserung war festzustellen.  Der Vorgang geht zügig vonstatten und sie ließ es sich bereitwillig gefallen. Was für mich nicht selbstverständlich war, denn die Inhalationen mittels Ultraschallvernebler in früheren Jahren arteten jedesmal in einen Kampf aus. Die Bändigung eines wild mit dem Kopf schlagenden Pferdes an dessen Ende ein teurer Ultraschallvernebler droht durch die Luft zu fliegen verursacht Unmut und Schweißausbrüche. Die Nerven das auszusitzen habe ich nicht. Genausowenig wie mein Pferd Lust hat, 20 bis 30 Minuten mit einer Maske im Gesicht stillzustehen. Geduld ist nicht unserer beider Stärke.

In der Nacht zum Sonntag hat sie wieder vermehrt gepumt und ich habe zum Inhalieren etwas Ambroxol in einen Eimer heißes Wasser gekippt und ihr den Eimer zum Inhalieren unter die Nüstern gehalten- einfach nur, um etwas zu tun und mit dem Gedanken ins Bett zu gehen, man hätte alles zur Zeit mögliche für das Pferd getan.

So sieht das mit den Inhalationsmasken aus: klick hier



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