Vogel Strauß

Die letzten beiden Tage habe ich den Kopf in den Sand gesteckt, gestern abend sogar die Inhalation versäumt. Es bewegt sich nichts bezüglich Sirrahs Zustand. In Hinblick auf Verschlimmerung und eine lebensbedrohliche Entwicklung, gut. Im Hinblick auf das Ziel, die Herstellung eines "Normalzustandes", schlecht. Es gelingt mir nicht, die Dinge gelassen und mit Abstand zu sehen. Dabei gibt es auch noch eine Welt neben dem Pferd, die für mich solange nicht existiert, wie ich mir Sirrahs Problem zu eigen mache und damit kämpfe. Es liegt in meiner Natur, mich in Problemen festzurennen. Wahrscheinlich würde loslassen, wie man es in diesem Fall auch interpretiert, für's  uns beide Erleichterung bringen. 

Mir fallen auch keine anderen Lösungen mehr ein. Kortison könnte man noch versuchen. Meine Erfahrungen gehen dahin, dass es den Zustand nur kaschiert, ein normaler Zustand vorgegaukelt wird solange wie die Wirkungsdauer von Spritze oder Tabletten anhält.  Einzig inhalativ würde ich als Möglichkeit für einen kürzeren Zeitraum in Betracht ziehen. Die letzten 5 Jahre ging es immerhin völlig ohne Kortison.

Der Tierarzt kommt Freitag, er findet es komisch, dass die Akupunktur diesmal nicht greifen will. Was man so auch nicht behaupten kann, denn für zwei drei Tage nach der Behandlung hat sich Sirrahs Atemnot  jedesmal stabilisiert. Nur nach der letzten Sitzung nicht. Ich habe mir im Haltungsmanagement auch nichts vorzuwerfen. Was getan werden kann, wird hier durchgezogen.
Es ist wieder empfindlich kalt geworden. Da hatte ich eigentlich heute morgen eine verstärkte Atemnot bei Sirrah erwartet. Sie steht aber ganz gut da. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt ...



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