auf ein Neues

Die erste Inhalation mit Kortison und  Bronchialerweiterer haben wir heute morgen hinter uns gebracht. Es ist sehr kalt und windig am heutigen Tag - nicht nur schlecht für's Pferd sondern auch für uns. Wir sind seit Montag ohne Heizung und Warmwasser. Ausnahmezustand. Spätestens Freitag haben wir die neue Heizungsanlage drin. Ich bibbere dem Tag entgegen.  Morgens stand das Pferd wieder mit sehr hoher Atemfrequenz da. Für mich, die ich selber an Asthma leide, ein Anblick, der nicht leicht zu ertragen ist. Unser Tierarzt sieht das gelassener, meint, der Worst Case sei das noch nicht und das Pferd hätte noch nicht mal eine Dampfrinne. Man sähe zwar deutlich die erschwerte Atemtätigkeit mit Beteiligung der Bauchmuskeln aber eine klassische Dampfrinne sei das nicht. Wieder was gelernt. Bleiben könne das auf keinen Fall so, daher versuchen wir jetzt, ob die Inhalation mit Kortison Erfolg hat. Falls sich bis Anfang nächster Woche nichts tut, bekommt sie Kortison gespritzt. 

Damit Sirrah wieder Luft bekommt habe ich sie als erstes heute morgen etwas Ambroxol über den Ultraschallvernebler inhalieren lassen. Das bringt ihr immer schnell Erleichterung und etwas zäher Schleim löst sich als Ergebnis dieser Maßnahme. Ich halte ihr einfach den Schlauch vor die Nüstern und verzichte auf die Maske. Mit Maske reagiert sie nach wenigen Minuten panisch. Wahrscheinlich bekommt sie aufgrund ihrer zugeschleimten Atemwege nicht genug Luft durch das Ventilsystem. Die Inhalation mit dem Aerohippus ist unproblematisch. Bei der Auswahl und Dosierung der Medikamente haben wir uns an den Angaben zum Aerohippus orientiert. Das sind "von - bis" Angaben, so dass wir uns an eine für Sirrah optimale Dosierung herantasten müssen.
Als Anfangsdosis haben wir uns für 

6 Hübe Budesonid  (1200 µg)  und
8 Hübe Salbutamol (   800µg)  entschieden

Auf schleimlösende Medikamente werden wir nicht verzichten können, da werde ich wohl weiter den Ultraschallvernebler bemühen.


noch mal ein Bild vom Vorjahr. Da waren die Pferde noch zu dritt. Der alte Wallach ging im August über die Regenbogenbrücke. Er wurde 34 Jahre alt. So albern wie auf dem Foto war Sirrah heute auch bei dem kalten Wind. Nach ihren Renn- und Rumkaspereskapaden schnauft sie allerdings abenteuerlich.

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