Nun doch ...

... Kortison. Eines mit kurzfristiger Wirkung. 4 - 5 Tage hat der Tierarzt gemeint. So bekommen wir eine kleine Verschnaufpause. Nachdem ich die Nacht von Donnerstag auf Freitag wieder mit meinem Inhaliereimer neben dem Pferd verbracht habe, schien mir angesichts des bevorstehenden Wochenendes doch die Notlösung angesagt. Ich bin meinem Tierarzt unendlich dankbar, dass er uns mal eben zwischengeschoben hat und auf einen Sprung für die Kortisonspritze vorbeikommen konnte. Normalerweise hat er eine Akupunkturpraxis und dementsprechend feststehende Termine. Ich rechne ihm auch hoch an, dass er uns nicht mit einem Schulterzucken stehen läßt, was mir in der Vergangenheit bereits mit Tierärzten und Tierheilpraktikern passiert ist, wenn die Behandlung nicht anschlagen wollte. Und es ist nicht das erste mal, dass wir eine solch lange Pechsträne haben. 

Sechsjährig hat Sirrah nach über einem halben Jahr erfolgloser Behandlungsversuche bereits eine Lungenwäsche hinter sich gebracht. Wobei "Lungenwäsche" ein blödsinniger Ausdruck für diese Therapiemethode ist. Aber unter "Hyperinfusionstherapie" können sich die meisten noch weniger vorstellen. Dem Pferd wird dabei an drei aufeinanderfolgenden Tagen eine große Menge Kochsalzlösung infundiert. Diese Zuviel an Flüssigkeit versucht der Körper schleunigst wieder loszuwerden und als Nebeneffekt wird der Schleim in den Atemwegen verflüssigt und mit ausgeschieden. Das ist eine sehr belastende Tortur und geht auf den Kreislauf.

Sirrah hat es damals gut überstanden hustete aber bereits 2 Monate später wieder. Und das trotz optimierter Haltungsbedingungen. Daraufhin bekam sie Zellspritzen und Homöopathika, was uns einige Jahre Ruhe brachte.

Unter dem Kortison ist die Atmung am heutigen Samstag ruhiger. Das permanente räuspern, schnaufen und husten hat aufgehört. Und ich habe die Nacht wesentlich besser geschlafen. 


Foto aus dem Mai letzten Jahres. Im Moment habe ich keine aktuellen Bilder.

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