Bronchoskopie

Nachdem das Kortison außer einer sehr kurzfristigen Verbesserung überhaupt keine Veränderung der Symptomatik gebracht hat, habe ich mich letzten Montag kurzerhand entschlosssen, bronchoskopieren zu lassen.

Den Tag drauf kam schon eine Tierärztin samt mobilen Videoendoskop und einer dreiköpfigen Hilfsmanschaft auf den Hof.  Routiniert ging es zur Sache. Sirrah bekam eine leichte Sedierung und ist dieses Mal nicht zusammengebrochen, wie ich das von früheren Sedierungen kenne. Als sie müde wurde, bekam sie eine Nasenbremse verpaßt und das Endoskop wurde eingeführt. Auf dem Bildschirm konnte man das Geschehen sehr gut mit verfolgen. Bereits im Rachenbereich waren Schleimfetzen zu sehen. Die Luftröhre war mittelgradig gerötet, kleine Blutungen waren zu erkennen und ein zäher Schleimbelag mit einzelnen Schleiminseln. Die kleisterähnliche Konsistenz machte es schwer, eine Probe für das Labor zu entnehmen. 

Mit dem Endoskop kommt man nicht weiter als zu der Stelle, wo sich die Luftröhre in die beiden Hauptbronchen verzweigt. Das Septum an der Teilungsstelle war scharf und nicht geschwollen. Wenigstens war das als positiv zu bewerten.

Die weitere Devise heißt also doch schleimlösen, schleimlösen und nochmal schleimlösen. Sirrah bekommt wieder ACC.   Heute morgen lief ihr das erste Mal seit Wochen wieder Schleim aus der Nase.

Aus dem Wechselbad der Gefühle steigt nun doch wieder ein leichter Hauch der Hoffnung. Vielleicht haben die Engel ein Einsehen und schenken uns noch ein paar Jahre. Neue Fotos habe ich nicht aber ein sommerliches Bild aus dem letzen Jahr stelle ich hier mal ein.




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