Frostködel oder die Mühen des Winters


Hier bemüht sich erst einmal der Winter und präsentiert  eine passable Schneelandschaft. 


Was von weitem betrachtet noch einigermaßen romantisch aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als Schwerstarbeit für den Pferdebesitzer(sofern er sein Huftier nicht in einem Stall mit Boxenhaltung und angrenzender Reithalle stehen hat). In unserer Haltungsform, in der die Pferde jederzeit vom offenen Stall Zugang zum Auslauf haben,beginnt mit Minusgraden eine Reihe von Unannehmlichkeiten und Herausforderungen.

da wären zum Beispiel die ...

da wird schon mal Werkzeug kurzerhand zweckentfremdet um die am Boden festgefrorenen Hinterlassenschaften wegräumen zu können




eine andere Unbill bereitet das Phänomen
Wasser und Frost = Eis




die steifgefrorenen Heunetze lassen sich schwer händeln und verbringen zum Auftauen und abendlichen Wiederbefüllen den Tag im Flur bei den ebenfalls frostgefährdeten Mohrrüben.  Der Trog, in dem abends zuvor das Heu gewässert wurde gefriert über Nacht zu einem Eisklotz . Wo dann wieder ein Hammer gute Dienste leistet.



Um nicht tagsüber jede Heuportion wässsern zu müssen (schließlich ist das Wasser draußen abgedreht und muss aus der Küche herangeschleppt werden) gibt es tagsüber  Boxgras = Heusilage in kleinen Bunden. Die munden den Pferden, sind gut zu händeln aber leider für unsereiner zu teuer um sie den ganzen Winter über füttern zu können. (mal abgesehen von den Mengen an Plastikmüll den sie hinterlassen)



der hartgefrorene huckelige Sandboden im Auslauf macht den Pferden das Laufen schwer.  Wir schaffen dann Wege mit der Späne-Einstreu, die immer ein rutschfestes  und angenehmes Gehen - auch für den Menschen - ermöglichen. Die Katzen wissen das ebenfalls zu schätzen, allerdings aus anderen Gründen ...






und weil der Schnee unter den Hufen der Pferde klumpt und sie zu unsicheren Stelzenläufern mutieren, gibt es nach dem Weidegang ausnahmsweise auch tagsüber das Raufutter im gepflasterten Stallbereich statt im Auslauf.  Auf die Weide geht es nur stundenweise. Da ist eh nicht mehr viel zu holen und man muss als Pferd auch noch den Schnee wegräumen um an die Halme zu kommen. Wozu sich anstrengen, wenn die Stallsklaven doch schon einfacher zu erhaschende Appetithäppchen vorbereitet haben. 









Kommentare

Isabella hat gesagt…
Boah, so schöne Fotos!
Aber im Winter habt ihr ja echt zu tun...
Liebes Wuffi Isi
mrs.columbo hat gesagt…
na danke! da mächt ich nicht mit dir tauschen!
Laura hat gesagt…
Oh je, das sieht heftig aus - ich meine die Arbeit. Wow, hätt ich nicht gedacht, was da alles dranhängt. Aber das nächste Frühjahr kommt bestimmt und die Pferdchen bereiten ja trotz aller Arbeit und Mühen, so viel Freude.
Das kleine Filmchen ist so schön - man möchte das Pony gleich knuddeln.
Auch der strengste Winter hat irgendwann ein Ende.
Macht's gut !
Liebe Grüße schickt euch Laura, die mit euch auf ein baldiges Ende des Winters hofft. Ich brauch ihn auch nicht mehr !!!
Frau Fröhlich hat gesagt…
Kein Zuckerschlecken im Winter. Ich wünsche dir, dass der Frost bald wieder aufhört.
Aber als reiner Betrachter sind es auf jeden Fall tolle Eindrücke. :-)
LG Frauke
Susi Zaunwicke hat gesagt…
Ja, das sieht wirklich romantisch aus , wer denkt da schon an solche Schwierigkeiten im winter, so wie du sie geschildert hast? Eure Pferde haben es gut!
LG Heidi

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